Acht Kinder lesen in Büchern
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schulprobleme.info
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das aggressive Schulkind

Zu den Ursachen, die Schulprobleme auslösen können, gehört in weiterem Sinne auch das aggressive Verhalten, das zur Ablehnung durch den Lehrer, zur Ausgrenzung aus dem Klassenverband, vielleicht sogar auch aus der Clique führt, den Familienfrieden empfindlich stört und in der Folge ein Abfallen der schulischen Leistungsfähigkeit bewirken kann.

 

Besorgte Eltern schildern uns immer wieder unerklärliche Verhaltensweisen ihrer Kinder, vorwiegend von Söhnen: Aggressives Verhalten, das sich immer weiter steigert und sich jeglicher Kontrolle zu entziehen scheint.

 

Die pharmazeutische Industrie und (sehr oft) die Schulmedizin empfehlen dann Amphetamine, wobei i.d.R. Ritalin das Mittel der Wahl ist. Wir sehen das ganz anders. Es mag Fälle geben, in denen die Verabreichung von Ritalin unumgänglich ist, aber nach unserer Überzeugung sollte die Behandlung von Kindern mit solchen Mitteln auf tatsächliche Sonderfälle beschränkt bleiben! Es gibt alternative Methoden (siehe Selbsthilfe), die - rechtzeitig und konsequent angewandt - dies überflüssig machen können!

 

Ein Blick auf die Grafik zeigt, dass der Verbrauch von 1993 innerhalb von 20 Jahren um das 50-fache gestiegen ist! Wir sind nicht die Einzigen, die das als verantwortungslos ansehen!

 

"Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig." (Zitat aus der FAZ vom 16.2.12)

 

Natürlich können Kinder mit ihrem aggressivem Verhalten in eine Spirale geraten aus ungezügelter Streitbarkeit und wütender Gegenreaktion des Umfeldes, die es unbedingt zu unterbrechen gilt. Aber doch keinesfalls mit Psychopharmaka - es geht auch anders!

 

Wer einmal im Teufelskreis der Allergischen Aggression gefangen ist, kommt ohne fremde Hilfe kaum mehr heraus. Das zeigt auch unsere Erfahrung und das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Die heftigen, gleichsam eruptiven psychischen Reaktionen werden so gut wie nie als Konsequenz einer Nahrungsmittelaufnahme wahrgenommen - aber der Zusammenhang ist offensichtlich!

 

Vor Jahren hat man in amerikanischen Jugendstrafanstalten ein Experiment gemacht. Der einen Gruppe jugendlicher Straftäter wurde “normale” Kost verabreicht, die Cola und Fastfood im üblichen Umfang enthielt. Die Vergleichsgruppe wurde genau ohne diese Komponenten, dafür mit Gemüse- und Obstanteilen ernährt. Nach einem Jahr wurden die Gruppen miteinander verglichen: Das Ergebnis war eindeutig, in der Vergleichsgruppe war es zu wesentlich weniger Auffälligkeiten gekommen als in der ersten!

 

Wie ist der Ablauf? Nahezu jeder Kontakt mit der Umwelt gerät in Gefahr, als Angriff empfunden zu werden. Natürlich hängt sowohl die Reizschwelle als auch die Schärfe der Reaktion auf den vermeintlichen Angriff, die Beleidigung oder Verdächtigung, vom Allergie-Level im Körper ab. Ein Erwachsener kann bei Kenntnis der Zusammenhänge die Situation entschärfen. In der Regel ist dies aber nicht der Fall.

Es entspricht dem üblichen menschlichen Verhalten, dass aggressives Vorgehen eine entsprechende Gegenreaktion auslöst. Nachdem sich der Allergisierte seiner unangebrachten Reaktionen nicht bewusst ist und der der Aggression Ausgesetzte (praktisch jeder aus dem persönlichen Umfeld) sich seinerseits unberechtigt angegriffen fühlt, sind soziale Sanktionen die Folge. Sie fallen um so schroffer aus, je häufiger sich solche unerklärlichen Verhaltensweisen ereignen.

 

Unerklärlich? Ein im Grund absurdes Beispiel: In eigentlich unbedenklichen, homöopathischen Arzneien wird Alkohol zur Konservierung verwendet.  Wir wissen aus Erfahrungen mit Kindern, dass solche für den Durchschnittskonsumenten unverdächtigen Arzneien extreme psychische Reaktionen hervorrufen können. Wer würde schon einem Kind bewusst Alkohol einflößen?! Aber hier ist es ja Arznei! Inwieweit diese Wirkung auch bei Erwachsenen auftritt und wie sie sich von der “üblichen” Reaktion auf Alkohol unterscheidet, entzieht sich unserer Kenntnis. Klingt es jetzt - selbst für Skeptiker - immer noch unwahrscheinlich, wenn wir von teilweise bedenklichen Auswirkungen gewisser Nahrungs- (oder Konsum-) Mittel auf die menschliche Psyche sprechen?

 

Merke: Für den erwachsenen sowie auch für den kindlichen Allergiker kommt hier der Teufelskreis der allergischen Aggression in’s Spiel, ausgelöst durch beliebige Allergene, initiiert durch die Frustration als Folge sozialer Sanktionen.

 

Es ist inzwischen eine von der Wissenschaft nachgewiesene Tatsache, dass z.B. Schokolade im Körper die Ausschüttung von Serotonin, dem sog. Glückshormon, bewirkt. Wenn mich alle Welt frustriert, esse ich mir mein “kleines Glück” mit Schokolade an. Habe ich eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit gegen Schokolade oder auch nur gegen den darin enthaltenen Zucker oder vielleicht auch gegen das Glutamat, das als Geschmacksverstärker in den gesalzenen Erdnüssen ist, die ich aus Ärger in mich hineinstopfe, dann erhöht sich dadurch wiederum mein Aggressionspotential - eine Schraube ohne Ende, eben ein Teufelskreis.


(Abweichend von unserer üblichen Praxis bezeichnen wir hier der Einfachheit halber Nahrungsmittel- Unverträglichkeit als Allergie, was medizinisch gesehen nicht korrekt ist!)

 

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