Acht Kinder lesen in Büchern
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AD(H)S

AD(H)S, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom oder auch Attention-Disorder-Syndrome kann (wie auch die Hyperaktivität) durch eine Stoffwechselstörung des Gehirns verursacht werden. Die Symptome sind die gleichen wie bei der Hyperaktivität, die überwiegend zusammen mit ADS auftritt, deshalb spricht man heute allgemein nur von AD(H)S. 

 

Mädchen zeigen hierbei allerdings meist andere Symptome als Jungen! Sie haben kaum fein- und grobmotorische Störungen, basteln gerne, und es finden sich nur selten Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Störenfried. Vielmehr ziehen sie sich oft zurück, wollen möglichst nicht gesehen werden, weil sie wissen, dass sie anders sind, eine “lange Leitung” haben, die oft belächelt wird. Sie verhalten sich angepasst und bemüht und geben das perfekte Bild einer willigen, fleißigen, manchmal etwas verträumten und eben leider unbegabten Schülerin ab. So bleiben diese Mädchen oft jahrelang unbeachtet, und der Grund ihres stetig wachsenden Versagens bleibt lange unerkannt.

 

Bemerkenswerte Zahlen: Zwischen 3 und 10% der Schulkinder sind hyperaktiv - mit zunehmender Tendenz. Bis zu 30% der Gesamtbevölkerung hat Allergien - mit zunehmender Tendenz! Auf die Zusammenhänge werden wir noch genauer eingehen.

 

Hyperaktivität zeichnet sich durch übermäßige motorische Aktivität, Aufmerksamkeitsstörungen, mangelhafte Impulskontrolle und emotionale Überreaktionen aus. Das Verhältnis Jungen zu Mädchen ist 9 : 1. Bei Jungen findet man häufig eine mangelnde Gefahreneinschätzung, so unternehmen sie z.B. oft “Kamikaze-Fahrten” mit Dreirad oder Fahrrad. Die Folge ist eine erhöhte Verletzungshäufigkeit. Die grobmotorische Störung geht im Schulalter in Störungen der Feinmotorik über (mag keine kniffligen Bastelarbeiten, hat eine ungleichmäßige krakelige Schrift und verkrampfte Schreibhaltung.

 

Die beim Kleinkind vorhandene Unfähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem Spielzeug zu beschäftigen, geht beim Schulkind direkt über in ein äußerst gestörtes Kurzzeitgedächtnis und Aufmerksamkeitsstörungen mit leichter Ablenkbarkeit. Das in Kleinkindtagen erlebte Trotzalter vermittelt Eltern beim gleichen Kind im Schulalter das Gefühl, als sei diesbezüglich die Zeit stehen geblieben. Trotz meist hoher Intelligenz ist das Kind Argumenten nur selten zugänglich. Es fehlt allgemein ein angemessenes Sozialverhalten. Der Alltag wird beherrscht von pausenlosen Diskussionen, bei denen das Kind emotional überreagiert und sich ständig persönlich angegriffen fühlt. Die Schulzeit empfindet unser Zappelphillip als eine einzige Qual, stillsitzen und zuhören bereitet ihm körperliche Pein.

 

 

Hyperaktive Kinder sind überwiegend rechtshirndominant und visuelle Lerntypen. Sie sind kreativ, künstlerisch begabt (siehe viele Schauspieler oder Comedy-Stars), haben einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn, sind begeisterungsfähig, haben aber eine niedrige Frustrationsschwelle.

Unser Schulsystem lässt diese Kinder völlig durchs Raster fallen. Vom überwiegend auditiv vermittelten Unterricht können sie nichts mitnehmen. Er rauscht im wahrsten Sinne des Wortes an ihnen vorbei. Sie denken vom Ganzen zum Detail hingehend und nicht - wie verlangt wird - in kleinen Schritten vom einzelnen Detail zum großen Ganzen. Bei Matheaufgaben haben sie ihren ganz eigenen Weg zu einem richtigen Ergebnis zu kommen, aber der Lehrer akzeptiert nur den Rechenweg, den er im Unterricht vermittelt hat; etwas anderes wird nicht anerkannt. Die Diktate sind gespickt mit Fehlern, wobei Flüchtigkeitsfehler überwiegen. Der Gedanke an eine Benotung und der Zeitdruck erzeugen bei dem Schüler neben der Schwerarbeit der aufzubringenden Konzentration einen solchen Stress, dass sich zwangsläufig entschieden mehr Fehler einschleichen als es seinem Wissensstand entspricht.

 

Die Neigung zu Hyperaktivität wird vererbt und zwar meistens von den Vätern auf die Söhne. Beim Erwachsenen hat sich nach der Pubertät die Hyperaktivität oft gewandelt in “nur” allgemein größere Vergesslichkeit, gelegentlich aggressives Verhalten, manchmal auch in Depressionen, oder in das Unvermögen, in Konfliktsituationen angemessen zu reagieren. Dadurch ist es nicht immer einfach, hier noch die früher vorhandene Diagnose zu erkennen. Vielfach verdrängen Erwachsene bewusst oder unbewusst Zeiten aus ihrer Kindheit, die sie als unangenehm empfunden haben.

 

Meist sind in der engeren Familie Allergien vorhanden, und hier schließt sich der Kreis.

Weitere Informationen zur Hyperaktivität  finden Sie bei Elternforen.com.

 

Merke: Durch eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit (NU) kann ein hyperaktives Kind im wahrsten Sinne des Wortes die Wände hochgehen. Beobachten Sie einmal, wann Ihr eigenes Kind besonders zappelig ist, Sie besonders nervt: Ist das vorwiegend an Festtagen, oder ausgerechnet dann, wenn Besuch da ist? Wann gibt es mehr als üblich Kuchen, Desserts, mitgebrachte Süßigkeiten, Limonade oder Cola?! Wer hier glaubt, das Kind wolle sich mit allen Mitteln in den Vordergrund stellen, um auch im Trubel genügend Beachtung zu finden, der irrt. Das hyperaktive Kind zeigt nur die typischen Reaktionen einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.

 

Wir empfehlen Ihnen: Versuchen Sie es einmal mit dem LLS-7-TageTest! Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei Ihrem Kind eine deutliche, positive Verhaltensänderung verzeichnen können, ist sehr groß! Es kostet Sie nichts als die Bereitschaft, sich mit Ihrer Ernährungsweise eine Woche lang etwas umzustellen und die Vorgaben einzuhalten! SIE selbst stellen danach fest, ob der Test erfolgreich war oder nicht - und SIE selbst, zusammen mit Ihrer Familie, beschließen, wie Sie weiter verfahren wollen.... (Hier geht’s zum Test)

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