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Mechthid Pflug
Familien-, Paar- und Lerntherapeutin

Hyperaktivität

Bemerkenswerte Zahlen: Zwischen 3 und 10% der Schulkinder sind hyperaktiv - mit zunehmender Tendenz. Bis zu 30% der Gesamtbevölkerung hat Allergien - mit zunehmender Tendenz! Auf die Zusammenhänge werden wir weiter unten genauer eingehen.

Hyperaktivität zeichnet sich durch motorische Aktivität, Aufmerksamkeitsstörungen, mangelhafte Impulskontrolle und emotionale Überreaktionen aus. Das Verhältnis Buben zu Mädchen ist 9 : 1. Bei Buben findet man häufig eine mangelnde Gefahreneinschätzung, so unternehmen sie z.B. oft “Kamikaze-Fahrten” mit Dreirad oder Fahrrad. Die Folge ist eine erhöhte Verletzungshäufigkeit. Die grobmotorische Störung geht im Schulalter in Störungen der Feinmotorik über (mag keine kniffligen Bastelarbeiten, hat eine ungleichmäßige krakelige Schrift und verkrampfte Schreibhaltung.

Die als Kleinkind vorhandene Unfähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem Spielzeug zu beschäftigen, geht beim Schulkind direkt über in ein äußerst gestörtes Kurzzeitgedächtnis und Aufmerksamkeitsstörungen mit leichter Ablenkbarkeit. Das in Kleinkindtagen erlebte Trotzalter vermittelt Eltern beim gleichen Kind im Schulalter das Gefühl, als sei diesbezüglich die Zeit stehen geblieben. Trotz meist hoher Intelligenz ist das Kind Argumenten nur selten zugänglich. Es fehlt allgemein ein angemessenes Sozialverhalten. Der Alltag wird beherrscht von pausenlosen Diskussionen, bei denen das Kind emotional überreagiert und sich ständig persönlich angegriffen fühlt. Die Schulzeit empfindet unser Zappelphillip als eine einzige Qual, stillsitzen und zuhören bereitet ihm körperliche Pein.

Hyperaktive Kinder sind überwiegend rechtshirndominant und visuelle Lerntypen. Sie sind kreativ, künstlerisch begabt (siehe viele Schauspieler oder Comedy-Stars), haben einen ausgesprochenen Gerechtigkeitssinn, sind begeisterungsfähig, haben aber eine niedrige Frustrationsschwelle.

Unser Schulsystem läßt diese Kinder völlig durchs Raster fallen. Vom überwiegend auditiv vermittelten Unterricht können sie nichts mitnehmen. Er rauscht im wahrsten Sinne des Wortes an ihnen vorbei. Sie denken vom Ganzen zum Detail hingehend und nicht - wie verlangt wird - in kleinen Schritten vom einzelnen Detail zum großen Ganzen. Bei Matheaufgaben haben sie ihren ganz eigenen Weg zu einem richtigen Ergebnis zu kommen, aber der Lehrer akzeptiert nur den Rechenweg, den er im Unterricht vermittelt hat; etwas anderes wird nicht anerkannt. Die Diktate sind gespickt mit Fehlern, wobei Flüchtigkeitsfehler überwiegen. Der Gedanke an eine Benotung und der Zeitdruck erzeugen bei dem Schüler neben der Schwerarbeit der aufzubringenden Konzentration einen solchen Streß, daß sich zwangsläufig entschieden mehr Fehler einschleichen als es seinem Wissensstand entspricht.

Die Neigung zu Hyperaktivität wird vererbt und zwar meistens von den Vätern auf die Söhne. Beim Erwachsenen hat sich nach der Pubertät die Hyperaktivität oft gewandelt in “nur” allgemein größere Vergeßlichkeit, gelegentlich aggressives Verhalten, manchmal auch in Depressionen, oder in das Unvermögen, in Konfliktsituationen angemessen zu reagieren. Dadurch ist es nicht immer einfach, hier noch die früher vorhandene Diagnose zu erkennen. Vielfach verdrängen Erwachsene bewußt oder unbewußt Zeiten aus ihrer Kindheit, die sie als unangenehm empfunden haben.

Meist sind im engen Familienkreis Allergien vorhanden, und hier schließt sich, wie bei der ADS, der Kreis.

Durch eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit kann ein hyperaktives Kind im wahrsten Sinne des Wortes die Wände hochgehen. Beobachten Sie einmal, wann Ihr eigenes Kind besonders zappelig ist, Sie besonders nervt: Ist das vorwiegend an Festtagen, oder ausgerechnet dann, wenn Besuch da ist? Wann gibt es mehr als üblich Kuchen, Desserts, mitgebrachte Süßigkeiten, Limonade oder Cola?! Wer hier glaubt, das Kind wolle sich mit allen Mitteln in den Vordergrund stellen, um auch im Trubel genügend Beachtung zu finden, der irrt. Das hyperaktive Kind zeigt nur die typischen Reaktionen einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit.

Wir empfehlen Ihnen: Versuchen Sie es einmal mit dem LLS-7-TT! Die Wahrscheinlichkeit, daß Sie bei Ihrem Kind eine deutliche, positive Verhaltensänderung verzeichnen können, ist sehr groß! Es kostet Sie nichts als die Bereitschaft, sich mit Ihrer Ernährungsweise eine Woche lang etwas umzustellen und die Vorgaben einzuhalten! SIE selbst stellen danach fest, ob der Test erfolgreich war oder nicht - und Sie selbst, zusammen mit Ihrer Familie, beschließen, wie Sie weiter verfahren wollen.... (Hier geht’s zum Test)

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